AMS
Forschungsnetzwerk

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AutorIn 1:
Gogolin, Ingrid
AutorIn 2:
Neumann, Ursula
HerausgeberIn 1:
Arbeitsstelle Interkulturelle Bildung, Intercultural Studies der Universität Hamburg
Titel:
Spracherwerb und Sprachentwicklung in einer zweisprachigen Lebenssituation bei monolingualer Grundorientierung der Gesellschaft
Untertitel:
Gutachten für den Arbeitskreis Neue Erziehung
Ort:
Hamburg
Jahr:
1997
Abstract:
Aus dem einleitenden Teil: "Ein entfaltetes Sprachvermögen gehört zum wertvollsten »kulturellen Kapital« eines Menschen. Dies wissend, sind Eltern, die in ihrer Familie eine andere Sprache pflegen, als sie in der umgebenden Gesellschaft gesprochen wird, oftmals sehr besorgt um die Sprachentwicklung ihrer Kinder. Sie erleben nicht selten, dass ihrer Sprachpraxis - etwa dem Gebrauch ihrer Familiensprache in der Öffentlichkeit - mit Misstrauen und Abwehr begegnet wird. Zudem erfahren sie von vielen Seiten, durchaus auch von pädagogischen Fachkräften, dass Zweisprachigkeit als eine Lebensbedingung aufgefasst wird, die für »normale« Sprachentwicklung erschwerend, wenn nicht gar schädlich sei. In diesem Gutachten sind wissenschaftliche Ergebnisse zusammengestellt, die zu einer besseren Einordnung solcher Anschauungen über die sprachliche Gestalt von Gesellschaften, über Spracherwerb und Sprachentwicklung unter den Umständen von Mehrsprachigkeit verhelfen sollen. Im ersten Kapitel wird die Frage, was »sprachlich normal« ist, aus gesellschaftlicher und historischer Perspektive betrachtet. Dargestellt wird das Spannungsfeld, in dem sich Auffassungen über sprachliche Normalität und Beobachtungen sprachlicher Wirklichkeit befinden, und es wird ein kurzer Rückblick darauf gegeben, wie es in der Geschichte zu den heute im hiesigen Kontext geläufigen Normalauffassungen kam. (...)"
[Sprachpädagogik, Integrationspolitik, Interkulturalität, Linguistik, Migrationshintergrund]
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